Überlegungen zur Problematik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs

Veröffentlicht am 21. September 2021

Ganz früher schrieb ich öfter mal Sonette.
Ich saß herum und dachte lange nach,
ich brachte Verse unter Dach und Fach
und suchte Reime, knackige und fette.

Doch das ist lange her. Es ist, als hätte
ich diese Kunst verlernt, als läg’ sie brach.
Schon gräm ich mich deswegen, doch Gemach!
Für Selbstzerfleischung ist hier nicht die Stätte.

Jawohl, Sonette schreiben, das ist Arbeit
und nichts, was man so nebenbei vollbringt.
Das macht man nicht aus Jux in seiner Freizeit,

so wie man in der Badewanne singt.
D’rum haltet meinen Jubel nicht für Tollheit,
wenn ein Sonett mir wieder mal gelingt.