WERK.GÄNGE

Veröffentlicht am 18. Mai 2019

Ein Abend, auf den ich mich besonders freue:

Die Literaturkritikerin und Feuilleton-Chefin der Furche, Brigitte Schwens-Harrant, hat mich nach Wien in die Österreichische Gesellschaft für Literatur zu einem Autorengespräch eingeladen. Sie wird mir mir unter anderem „über das Verhältnis von Literatur und Historie sprechen und über die Kunst, Geschichte zu recherchieren und zu erzählen.“ Im Laufe des Abends werde ich auch aus meinen Büchern lesen.

Österreichische Gesellschaft für Literatur
Palais Wilczek, Herrengasse 5, Stiege 1, 2. Stock
1010 Wien

Montag, 27. Mai 2019
19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Ankündigung: Lesung bei München

Veröffentlicht am 24. April 2019

Am Samstag, den 4. Mai, werde ich im Rahmen der Unterhachinger Lesenacht aus meinem neuen Buch Magellan oder Die erste Umsegelung der Erde lesen – und zwar gleich zweimal:

um 19 Uhr im KUBIZ (Jahnstraße 1, Unterhaching)

um 21 Uhr in der Gemeindebücherei (Rathausplatz 11)

Ich freue mich über jede Zuhörerin und jeden Zuhörer!

Weitere Infos und Kartenreservierung unter: www.unterhachinger-lesenacht.de

Vorankündigung:

Ende Mai werde ich auch in Wien lesen, und zwar

am 27. Mai um 19 Uhr in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (Herrengasse 5/1/2).

Details folgen.

Magellan-Mythen

Veröffentlicht am 8. März 2019

Wir wissen nicht allzu viel über Magellan, jenen Ritter portugiesischer Herkunft, der im September 1519 als Befehlshaber einer kleinen spanischen Flotte in See stach, um einen neuen Seeweg zu den Molukken zu erschließen, den Gewürzinseln in Südostasien. Aus seinem Leben vor dieser Reise, die seinen Namen unsterblich machen sollte, sind nur spärliche Daten bekannt. Manch einer hat versucht, die Lücken mit Legenden zu füllen. So ist mit der Zeit ein Magellan-Mythos entstanden, reich an Ausschmückungen und spekulativen Elementen, die in Ermangelung harter Fakten weitererzählt werden.

So liest man oft, Magellan sei (um) 1480 im nordportugiesischen Dorf Sabrosa geboren. Allein die Jahreszahl ist nicht mehr als bloße Vermutung. Magellan lebte in einer Zeit, die sich noch nicht dem Datensammeln verschrieben hatte. Es gab weder Geburtsurkunden noch Kirchenbücher, geschweige denn Melderegister. Das älteste gesicherte Dokument, das eindeutig auf seine Person verweist, ist eine Mannschaftsliste aus dem Jahr 1505. Damals schiffte Magellan sich auf der Flotte des Vizekönigs Dom Francisco de Almeida von Lissabon nach Indien ein. Über sein Alter zu diesem Zeitpunkt verrät die Liste nichts, außer dass er wohl kein Knabe mehr war.

Sicher ist hingegen, dass Magellan der namhaften Adelssippe der Magalhães entstammte, die ihren Stammsitz in der Terra da Nóbrega hatte und deren zahlreiche Familienzweige sich über weite Teile Nordportugals erstreckten. Der Vorname Fernão war in der Familie offenbar sehr beliebt: Im 15. und 16. Jahrhundert lässt sich ein halbes Dutzend verschiedener Träger des Namens „Fernão de Magalhães“ ausmachen – was es naturgemäß erschwert, den „richtigen“ Magellan ausfindig zu machen.

Anfang einer Schenkungsurkunde vom 19. März 1519, durch die Magellan seiner Schwester Ysabel das elterliche Landgut überschrieb. Bild: Archivo Histórico Provincial de Sevilla

Die beiden wichtigsten Dokumente, die ein wenig Licht in das Dunkel von Magellans Herkunft bringen, stammen aus dem Jahr 1519 – dem Jahr seiner Abreise zu den Molukken. Das eine ist sein Testament, das die Namen seiner Eltern und Geschwister nennt, darunter den seiner Schwester Ysabel. Das zweite ist ein Schenkungsvertrag zugunsten eben dieser Schwester. Ihr vermachte Magellan vor seiner Abfahrt das Landgut, das er als Erstgeborener von seinen bereits verblichenen Eltern Rui und Alda geerbt hatte. Das Landgut befand sich in Vila Nova de Gaia, unweit von Porto südlich des Douro, und umfasste Weinberge, Kastanienhaine und Äcker zum Getreideanbau. Wenn man über den Ort spekulieren möchte, wo Magellan geboren wurde und aufwuchs, dann sprechen die Fakten eindeutig für Porto beziehungsweise Vila Nova de Gaia. Das Dorf Sabrosa hat Magellan wahrscheinlich nie betreten.

Der Schenkungsvertrag lag fast ein halbes Jahrtausend im Archiv der Notare von Sevilla verborgen. Erst vor wenigen Jahren haben Historiker überhaupt Notiz von ihm genommen. Außer wenigen Fachleuten dürfte er kaum jemandem bekannt sein. In meinem Buch „Magellan oder Die erste Umsegelung der Erde“ habe ich dieses Dokument – so wie eine Vielzahl anderer – natürlich berücksichtigt. In diesem Buch hinterfrage ich den schon so oft erzählten Magellan-Mythos mittels Quellenkenntnis und -kritik. Damit versuche ich zu zeigen, dass Magellans Geschichte auch ohne spekulative Ausschmückungen und Legenden erzählenswert ist:

Bild: Verlag C.H. Beck

Christian Jostmann: Magellan oder Die erste Umsegelung der Erde. 336 S., mit 11 Abb. und 2 Karten. Verlag C.H. Beck, München 2019. 24,95 Euro (D).

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Buch ahoi!

Veröffentlicht am 13.02.2019

Seit dieser Woche im Buchhandel erhältlich: mein neues Buch über den Seefahrer

Ferdinand Magellan und die erste Umsegelung der Erde!

Bild: Verlag C.H. Beck

1519 bis 1522 segelte zum ersten Mal (soweit wir wissen) ein Schiff einmal rund um den Globus. Die „Santa Maria de la Vitoria“ war etwa 25 Meter lang, hatte drei Masten plus Bugspriet und 45 Mann Besatzung (von denen bei der Rückkehr noch 18 am Leben waren: Magellan selbst zählte nicht zu den Heimkehrern).

Die Vitoria lief Brasilien an, entdeckte die Magellan-Straße, überquerte als erstes europäisches Schiff den Pazifik, besuchte – ebenfalls als erstes europäisches Schiff – die heutigen Philippinen und Borneo, erreichte schließlich nach zwei Jahren auf hoher See die Molukken und kehrte von dort um das Kap der Guten Hoffnung in ihren Heimathafen Sevilla zurück:

Drei Jahre voller Abenteuer, Entbehrungen und Kämpfe, die in diesem Buch wieder zum Leben erweckt werden!

Ein Buch für Geschichtsfreaks, Segler.innen und Freizeit-Skipper, Armchair-Traveller und alle, die mehr über die Vorgeschichte unserer modernen globalisierten Welt erfahren möchten.  Alles höchst seriös recherchiert und gut lesbar aufbereitet. Und der Verlag C.H. Beck hat dem Text wieder eine sehr ansprechende äußere Form gegeben. Das ideale Geschenk für die Frau ebenso wie den Mann von Welt! Aber auch ein Buch zum Selber-Schmökern!

Christian Jostmann: Magellan oder Die erste Umsegelung der Erde. 336 S., mit 11 Abb. und 2 Karten. Verlag C.H. Beck, München 2019. 24,95 Euro (D).

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